Berufsorientierung

Der Weg von der Schule in den Beruf ist ein großer Schritt, bei dem wir Sie als Eltern und Ihr Kind durch ein engmaschiges Beratungsnetzwerk begleiten. Gemeinsam mit unseren schulinternen Koordinator*innen und externen Partnerinstitutionen finden wir für jede*n Schüler*in eine individuelle Perspektive für die Zeit nach dem Schulabschluss.

Gut sortiertes Materialregal mit Lehrbüchern für verschiedene Unterrichtsfächer und flankierenden Lernhilfen zur Sprachförderung an der Wand.

Unser Ziel: Erfolgreich für die Zukunft vorbereiten

Die Berufsvorbereitung (BO) hat einen hohen Stellenwert an unserer Schule. Wir haben das Ziel, dass alle Schüler*innen nach einem erfolgreichen Schulbesuch über eine konkrete Anschlussvereinbarung nach der Schule verfügen. Dazu gehören zum Beispiel ein Ausbildungsvertrag eine Anmeldung an einem Berufskolleg oder eine Anmeldung zu einem Freiwilligendienst.

Unser Unterricht vermittelt schon ab Klasse 5 wichtige Grundlagen für das spätere Berufsleben. Wir sensibilisieren die Jugendlichen frühzeitig für berufliche Anforderungen und stärken ihre praktischen Fähigkeiten.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Förderung von Selbständigkeit

  • die Anbahnung von Verantwortungsbereitschaft

  • der Aufbau und die Reflexion von Verhaltensregeln

  • intensives Kommunikationstraining

So ist unsere Berufsorientierung aufgebaut

Um die Schüler*innen frühzeitig auf das Berufsleben vorzubereiten und individuell begleiten und beraten zu können, ist die Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberechtigten, Schule und außerschulischen Partner*innen Voraussetzung.

KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss – und KAoA-STAR

Unsere LVR-Ernst-Jandl-Schule nimmt an der landesweiten Initiative Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) bzw. KAoA-STAR (STAR: Schule triff Arbeitswelt) teil.

  • Die Entscheidung, ob ein*e Schüler*in an KAoA oder an KAoA-STAR teilnimmt, wird nach nach der Durchführung des Einstiegsintruments (ESI) in der Klasse 8 getroffen.

  • Alle Informationen dazu werden auf einem Berufsorientierungs-Abend zu Beginn der Klasse 8 bekannt gegeben.

  • Jederzeit ist eine Beratung dazu durch unsere Berufswahlkoordinator*innen und Klassenleitungen möglich.

Unser Unterricht

Im Schulalltag werden vielfältige Bezüge zur Berufsorientierung hergestellt. Dies geschieht anhand von Unterrichtsthemen in vielen Fächern.

Ab Klassenstufe 7 ist das Fach "Arbeitslehre" mit den Bereichen "Wirtschaft", "Hauswirtschaft" und "Technik" fester Bestandteil des Stundenplans. Zur Unterstützung einer berufsorientierten Persönlichkeitsentwicklung werden vielfältige Angebote zum verantwortlichen und selbständigen Handeln und Organisieren an die Schüler*innen gerichtet.

Unsere Berufs-Vorbereitungs-Projekte

Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es an unserer Schule eigene Berufs-Vorbereitungs-Projekte (BVP), die einmal in der Woche für die Klassenstufen 8 bis 10 zweistündig stattfinden, um einen Einblick in Aspekte des Berufslebens und unterschiedliche Berufsfelder zu erhalten.

Für die Berufs-Vorbereitungs-Projekte bewerben sich die Schüler*innen schriftlich.

Teilnahme am Girls'Day und Boys'Day

Die Teilnahme am Girls'Day ("Mädchen-Zukunftstag") und Boys'Day ("Jungen-Zukunftstag") ist freiwillig und kann auf Wunsch ab Klasse 5 von jeder*m Schüler*in durchgeführt werden.

Ziel dabei ist es, als Mädchen einen Einblick in "typische" Jungen-Berufe und als Junge in "typische" Mädchen-Berufe zu bekommen. Auf diese Weise sollen traditionelle Rollenzuschreibungen bei der Berufswahl überwunden werden.

Schüler*innen-Praktika

In Klasse 8 und 9 findet jeweils ein dreiwöchiges Schüler*inne-Praktikum statt, in Klasse 10 dauert dieses zwei Wochen. Alle Praktika werden intensiv mit unseren Fachlehrkräften vor- und nachbereitet.

Zusätzlich besteht die gewinnbringende Möglichkeit, in der Klassenstufe 10 ein Langzeitpraktikum (LZP) zu absolvieren. Dazu gehen die Schüler*innen an einem Tag in der Woche in einen (Ausbildungs-)betrieb statt zur Schule.

Seminar zur Förderung berufsrelevanter sozialer Fähigkeiten

In der Klasse 9 finde für unsere Schüler*innen ein mehrtägiges Seminar zur Berufsorientierung statt. Es werden verschiedene Trainingsmodule angeboten, die individuell auf die Schüler*innen-Gruppe angepasst werden.

In Zusammenarbeit mit erfahrenen Moderator*innen werden zum Beispiel Bewerbungs- und Kommunikationstrainings durchgeführt, die abschließend von den Schüler*innen reflektiert und ausgewertet werden.

Bornheimer Berufsmesse

Seit einigen Jahren organisiert unsere LVR-Ernst-Jandl-Schule in Zusammenarbeit mit vier weiteren Schulen aus Bornheim (diese Arbeitsgemeinschaft nennen wir "Treffpunkt-Ausbildung") die erfolgreiche Bornheimer Berufsmesse. Bei der Messe präsentieren regionale und überregionale Betriebe und Unternehmen ihre Arbeitsfelder und ihre Ausbildungsmöglichkeiten.

Für unsere Schüler*innen ist der jährliche Besuch der Messe für Klassenstufe 8 möglich und ab Klassenstufe 9 verpflichtend. Im Unterricht wird der Besuch dieser Messe intensiv vorbereitet. Erste Kontakte zu möglichen Praktikums- und Ausbildungsbetrieben können dort geknüpft werden.

Unsere Beratungsangebote

Um den Übergang in das Berufsleben bestmöglich vorzubereiten, bieten wir Ihnen und Ihrem Kind eine Vielzahl an gezielten Beratungsangeboten und persönlichen Ansprechpartner*innen direkt in unserer Schule an.

1. Beratung in der Schule

Unsere Berufswahl-Koordinator*innen sind erste Ansprechpartner*innen bei der Beratung von Schüler*innen und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten im vollständigen Prozess der Berufswahlorientierung.

Sie koordinieren Maßnahmen und Gespräche und stehen bei Problemen und Fragen rund um den Berufsorientierungsprozess zur Verfügung. An der LVR-Ernst-Jandl-Schule finden regelmäßig Sprechstunden im Stubo-Büro statt.

2. Berufsorientierungs-Abend

Zu Beginn der Klasse 8 informieren unsere Berufswahl-Koordinator*innen im Rahmen eines Berufsorientierungs-Abends über das Berufsorientierungskonzept unserer LVR-Ernst-Jandl-Schule. Die Reha-Fachkraft der Bundesagentur für Arbeit Bonn gibt dabei Informationen zu ihren Unterstützungsmöglichkeiten im Übergang Schule – Beruf.

Die Anwesenheit der Schüler*innnen aus der Klasse 8 ist verpflichtend. Sie und ihre Eltern bzw. Erziehungsberechtigten können sich in geselliger Runde über die beruflichen Perspektiven informieren und alle Fragen stellen.

3. Zusammenarbeit mit Fachberater*innen der Bundesagentur für Arbeit

Unsere Schule wird durch eine Reha-Fachkraft der Bundesgentur für Arbeit Bonn betreut. Erstgespräche mit der Reha-Fachkraft finden im 9. Schuljahr in der Schule statt, an denen Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, Schüler*innen und die Klassenleitungen teilnehmen.

Die für unsere Schule zuständige Reha-Fachkraft ist Frau Ernst.

Einstufungstests durchführen

Für einige Schüler*innen schließen sich Einstufungstests des Berufspsychologischen Dienstes der Bundesagentur für Arbeit an.

Die Ergebnisse der Tests werden zu Beginn des 10. Schuljahres gemeinsam mit der Reha-Fachkraft, den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, Schüler*innen, Klassenleitungen und ggf. der/dem Fachberater*in des Integrationsfachdienstes (IFD) besprochen. Sie bilden eine wichtige Grundlage für weitere Maßnahmen in der Berufsorientierung über das Ende der Schulzeit hinaus. So können dort mögliche Unterstützungsmaßnahmen angeboten werden.

Passende Angebote finden

Bei Wunsch nach einer Ausbildung lässt die Fachkraft den Schüler*innen passende Ausbildungsangebote aus der Region zukommen, auf die sie sich dann bewerben können.

Ebenso gehört es zu ihren Aufgaben, Hilfestellung zu alternativen Wegen nach der Schule zu finden. Dazu zählt die Beratung bezüglich weiterführender Schulen, Berufskollegs, Berufsvorbereitungs-Maßnahmen (zum Beispiel Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme BVB ) oder der Besuch eines Berufsbildungswerks (BBW) mit Option auf eine Internatsunterbringung an.

Ziel ist es, für alle Schüler*innen den passenden Anschluss nach dem Schulabschluss zu finden

4. Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst Bonn/Rhein-Sieg

Unsere Schule arbeitet mit dem Integrationsfachdienst Bonn/Rhein-Sieg (IFD) des Landschaftsverband Rheinland (LVR) zusammen.

Der IFD setzt die Standardelemente des Programms KAoA-STAR für Schüler*innen um, die einen höheren Beratungsbedarf haben. Eltern bzw. Erziehungsberechtigte können sich an unseren zuständigen Fachberater Herrn Schreitmüller vom IFD Bonn/Rhein-Sieg wenden, wenn sie über die besonderen Bedarfe ihres Kindes im Rahmen der Berufsorientierung sprechen möchten.

Ihre Kontaktperson beim IFD Bonn/Rhein-Sieg